„Toniebox“ Selbstbau mit Raspberry Pi 3 – Teil I

Möchte man seine Sprösslinge auch in den Genuß von Hörspielen kommen lassen und dabei nicht auf klassische Medien, wie Schallplatte, Musikkassette oder Audio-CD bzw. MP3-CD-ROM zurückgreifen, kommt schnell die Toniebox ins Spiel die unter Eltern momentan als Geschenkidee der „heiße Scheiß“ ist.

Edit/Nachtrag vom 29.3.2019 Wir haben seit Mitte 2018 auch eine Toniebox, die seitdem allabendlich unseren Ältesten ins Reich der Träume begleitet.

Dieses Gerät ist im wahrsten Sinne kinderleicht zu bedienen! Das Kind hat pro Hörspiel einen sog. Tonie. Die Wiedergabe des Hörspiels- bzw. -buchs beginnt, sobald das Kind diese Figur – die einen NFC-Chip an der Unterseite hat, auf der Toniebox abstellt und stoppt wieder, sobald die Figur wieder von der Toniebox genommen wird. Cool ist, dass das Kind vor- bzw. zurückspulen kann, indem es die Toniebox nach rechts oder links neigt und so hält. Kapitelsprünge vor und zurück sind mittels eines beherzten Klapses rechts oder links an der Toniebox möglich.

Die Abspiellautstärke kann an der Toniebox mittels zweier Taster reguliert werden.

Toniebox, das Original – Achtung, Klick auf’s Bild ist ein Amazon Affiliate-Link! 😉

Das Toniebox-Konzept hat jedoch m.E. mehrere Haken:

  1. das Geräte benötigt für den Betrieb permanent Internetzugang, da die sämtliche Inhalte von der Tonie-Cloud gestreamt werden und eröffnet einen Angriffsvektor im IoT-Bereich.  Dank der fleißigen Kommentatoren weiss ich nun, dass die Toniebox nicht stetig Internetzugang benötigt, sondern Inhalte auf den internen Speicher runterlädt. Somit ist die Toniebox auch auf Reisen ein guter Begleiter!
  2.  die Hörbücher sind alle DRM-geschützt. Und DRM ist nunmal immer und überall einfach nur große Kacke. Und ich sage das, obwohl ich selbst Urheber bin (nicht nur auf dieser Seite).
  3. eigene Inhalte – so auch legale Privatkopien von Hörspielen & -büchern – können nur mittels des sog. Kreativ-Tonie (ca. 11,99 EUR) integriert werden, wobei jeweils nur eine Datei maximal 99 Dateien mit einer insgesamten Spieldauer von max. 90 Minuten pro Kreativ-Tonie hinterlegt werden können. Die Beschränkung auf 90 Minuten erweist sich in der Praxis als total ätzend. Zu Zeiten der Musikkassette hatte ich auch immer nur 120er im Einsatz. Bei 90 Minuten scheitert man häufig so gerade daran zwei komplette Hörspiele mit handelsüblicher Länge zu hinterlegen. Schon eine Megabyte-Beschränkung wäre m.E. aus Kundensicht sinniger. Dann könnte man notfalls an der Qualitätsschraube drehen, um alles drauf zu bekommen, was man möchte. Besser wären jedoch Kreativtonies mit 120 Minuten.
  4. die Toniebox ist mit ca. 80,- EUR kein günstiges Vergnügen, zumal sämtliche Inhalte als Tonies, Kaufpreis jeweils ca. 14,99 EUR, separat erworben werden müssen. Zum Teil können bestimmte Kreativtonies bereits zum Kaufpreis ab 11,99 EUR erworben werden. Trotzdem erscheint mir in Zeiten von MP3-CD-ROMs der Preis doch als etwas hoch, gerade für schon ältere Inhalte wären Sammeltonies schön (z.B. Biene Maja, Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg etc.).
  5. Das Angebot an Tonies ist – trotz stetigen Zuwachses – doch noch stark beschränkt.
  6. Vermutlich aus lizenzrechtlichen oder monetären Gründen kann man zwar Tonies zu bekannten Kindergeschichten erwerben, aber hierbei handelt es sich nicht immer – konkret beim Grüffelo nicht um die aus dem Fernsehen bekannten Original-Stimmen von Heike Makatsch und Co – sondern um Neueinspielungen. Dass heißt unter Umständen erwirbt man im Laden, wo ein Vorhören – anders als im Onlineshop – unmöglich ist, Hörspiel-Fassungen, die signifikant von dem abweichen, was man seinem Kind eigentlich hatte kaufen wollen und ist später wohlmöglich enttäuscht.

Will man sich mit diesen Kritikpunkten nicht abfinden, und ist handwerklich leidlich begabt, kommt schnell der Gedanke auf, selbst eine solche Hörspiel-Box zu bauen.

Dankenswerter Weise hat jemand, der diesen schon Gedanken vor mir hatte, eine Art Bauanleitung hierfür online gestellt:

https://blog.mwiedemeyer.de/post/2017/Musikbox-fur-Kind-2/

Die Selbstbauvariante setzt auf RFID-Chips und -leser.

Ich plane mich auch daran zu probieren und halte Euch auf dem Laufenden!

Ich habe bei Amazon mal eine Liste angelegt, aus der ihr die Artikel übernehmen könnt. Keine Affiliate-Links.

Beste Grüße

Michael

P.S.:

Kreativ-Tonies lassen sich auch in sog. „Zaubertonies“ verwandeln, indem man den NFC-Chip aus dem Kreativtonie entfernt und in eine Spielfigur seiner Wahl einfügt. Wir haben das u.a. mit einem Bauarbeiter-Kreativtonie gemacht und den Chip in eine Tamatoa-Spielfigur eingebaut, einem Protagonisten aus dem Disneyfilm Vaiana. Seitdem erklingt bei uns zur Schlafenszeit allabendlich das Vaiana-Hörspiel… 😉

Traffic im Netzwerk auswerten – Ganz einfach mit FRITZ!Box und Wireshark

It’s so easy! Wer eine FRITZ!Box sein eigen nennt, braucht keine komplizierten Anstrengungen unternehmen, um seinen Netzwerkverkehr mitzuschneiden. Er kann ganz komfortabel auswerten, ob seine SmartHome-Gerätschaften „nach Hause telefonieren“. Wie’s geht, erklären CHIP in ihrem Beitrag und Christoph Langner in seinem Artikel:

Netzwerk-Traffic direkt mit der FRITZ!Box aufzeichnen und mit Wireshark auswerten

Überwachungskameras vs. IT-Sicherheit – ein Blick unter die Haube

Überwachungskamera
Bild einer Überwachungskamera von geralt von pixabay

Der in den USA lebende Belgier Jelmer Tiete hat sich mal eine günstige Logilink-Web-Cam vorgeknüpft und einen Blick „unter die Haube“ geworfen:

http://jelmertiete.com/2016/03/14/IoT-IP-camera-teardown-and-getting-root-password/

Spannend!

Sind unsere SmartHomes auch sicher? – BITKOM veröffentlicht Studie zur SmartHome-Sicherheit

Smart schon – aber sicher? – pixabay by fredericomeyer

Infos zur Studie:

https://www.bitkom.org/Themen/Digitale-Transformation-Branchen/Smart-Home/SmartHomeStudie15.html

Studie:

https://www.bitkom.org/Presse/Anhaenge-an-PIs/2017/02-Februar/Bitkom-Charts-PK-Safer-Internet-Day-14-02-2017-final.pdf

 

Amazon Echo „hacken“ bzw. rooten – Teil 1

Sprachassistenten wie Amazon Echo und Google Home sind ja derzeit in aller Munde… Wie ist es aber mit der Sicherheit dieser Geräte bestellt?

Da ich selbst den Amazon Echo mein eigen nenne, habe ich mich mal im Web umgeschaut:

Eine der frühesten Informationen zum Amazon Echo und dessen Verhalten im Netzwerk findet sich hier:

www.piettes.com/hacking-alexa-the-new-amazon-echo/

Der Verfasser dieses Blogbeitrags hat sich mittels der im IT-Sicherheitsbereich bekannten und weit verbreiteten Software Wireshark den Netzwerkverkehr näher angeschaut und festgestellt, dass Amazon Echo auf Transport Layer Security (TLS) bzw. Secure Socket Layer Technologie (SSL) setzt und somit stets verschlüsselt mit Amazon-Servern kommuniziert.

Ein weiteres Blog hat sich im Juni 2016 mit der Frage der Rootbarkeit, also des Sich-Verschaffens eines Zugriffs mit Administratorrechten in Bezug auf den Amazon Echo-Lautsprechers auseinander gesetzt:

https://vanderpot.com/2016/06/amazon-echo-rooting-part-1/

Der Verfasser dieses Blogbeitrags bezieht sich seinerseits auf Erkenntnisse einer Veröffentlichten Studienarbeit, die hier abrufbar ist

https://vanderpot.com/Clinton_Cook_Paper.pdf

und verweist ferner auf ein WIKI auf github, das sich unter der Adresse https://github.com/echohacking/wiki/wiki mit dem sog. Echo-Hacking befasst. Dort wird sogar zwischen unterschiedlichen Geräten (Amazon Echo, Echo Dot und Echo Dot 2. Gen) differenziert.

Mehr Infos gibt’s im nächsten Teil der Serie… 😉

Rambus kündigt neuen Sensor an – „Sorgenkind“ Präsenzmelder adé?

Noch ist der realistischen Anwenseheitserkennung ja kein Kraut gewachsen. Häufig geht das Licht aus, wenn sich im Wohnzimmer länger niemand bewegt.

Die Fa. Rambus kündigt nun einen neuen linsenlosen, verbrauchsarmen Sensor an, der sich zur Passagiererkennung in Fahrzeugen sowie als Anwesenheitssensor im Smart Home eignen soll:

https://www.rambus.com/emerging-solutions/lensless-smart-sensors/

Quelle: http://www.onvista.de/news/rambus-verleiht-seinen-linsenfreien-smart-sensoren-neue-waermesensorfunktionen-25874127 (Stand: 23.02.2016)